208 Herders Gedichte.
R e u e h l i n. *)
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Daß er die Bande brach und aus den kalten Schat-ten
Der Finsterniß, ein MorgensternHervorging, allen, die in Nacht geseufzet hatten,Ein süßes Licht vom Herrn:
Mein Geist, des freue dich! und freue sich, wer
liebet,
Der hohen Mittagssonne Pracht,
Freu' sich des Morgensterns! Und wer ihn trübet,Weich' in die alte Nacht!
Gott kam, und Wolken unter seinen FüßenZerrannen, weite Sündfluth goßHinweg den alten Staub, und als die Wolken
rissen
Und weile Sündfluth floß —
Noch dammerts tief. Der Griechen schöne Pfade,So hell, so eben lagen daVergangen. Alles schaut'auf düstre, krumme Pfade,Dem Küstern Orkus nah.
An
') Der Gang der Hymne und einzelne Bilder sind««s dem Siegeslied der Debora entlehnt.
' (A. d. H.)