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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 15 (1821) Gedichte ; 1
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172
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172 Herders Gedichte.

Lieber, Horst du nicht mein Klagen?

Komm, 0 Tod, und nimm mich hin! "

Es kam der Tod und stcllcte sich hin:Der Greis, erschrocken, änderteDer Worte Sinn:

Ach, so hörtest du mein Klagen?

Sieh', die Bürde muß ich tragen;

Lieber Tod, drum hilf mir heben,

Hilf mir; süß ist doch das Leben!Nimmst mich früh genug doch hin!"Es half ihm auf der Tod, und gienz^till seines Weges hin-

* . **

Und rufet man nur so den Tod?

Ruft man nicht täglich also Gott?

Jzt will man dies, izt das im lieben Lebenslauf,Und er hilft immer auf.

3 .

Du holest, liebe Nachtigall,

So lief aus Herzens GrundeDen süßen Lieb - und Lobesfchall;

Und ich mit Herz und MundeBin früh und spat und weit und breitStumm allezeit.

Du schwingest, liebe Lerche, dichSo fröhlich