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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 15 (1821) Gedichte ; 1
Entstehung
Seite
50
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D a p h n i s.

Und mit Aaubcrtönen, voll von süßem Schmerz,Schafft sie uns im Herzen ein wie andres Herz!Freundschaft, hohe Tugend, Braut und Vaterland!Liebe wars, die jede schöne Thal crsand.

Daphne.

Liebe, die der Sprachen schönste Sprache fand.Was der Mund zu sagen sich nicht unterwand,Sprach die goldne Cithcr; Wunsch und SympathieGoß sich in die Saiten, so ward Poesie.

Beide.

Liebe, du der Menschen göttlichster Verstand,Die des Unglücks Stürme siegend überwand,

Die im Unglück fester Herz an Herzen band,Knüpfe Seel' an Seele, knüpfe Hand in Hand.

Die Liebe im Lodtenreiche.

Ueber den GcüfteN seh' ich so oft verschlungene Hän-de;

Amor und Psyche knüpft schweigend einewiger Kuß.

Wohnet Lub' in der Gruft? und birgt die Asche

der Tobten,

Wenn sie die Urne vereint, Funken vom ewi-gen Strahl?