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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 15 (1821) Gedichte ; 1
Entstehung
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26
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s6 Herders Gedichte.

Die, als sic meinem "HerzenWehklagete so zart,

Vielleicht im letzten SeufzerZum Silberlaute ward.

Was spricht in euch, ihr Saiten?Was singt in eurem Schall;

Betrügst du mich, o Liebe,

Mit süßem Wiederhall?

Du Tauschen» der Herzen,

Geliebter Lippen Tand,

Bist du vielleicht in Töne,

Du Flüchtige, verbannt?

Es spricht mit starkcer Stimme,Es dringet mir ans Herz,

Und weckt mit ZaubecgriffenDen langst - entschlafnen Schmerz.Du bebst in mir, o Seele,

Wirst selbst ein Saitenspiel

In welches Geistes Händen?

Mit zitterndem Gefühl.

Es schwebet aus den Saiten;

Es lispelt mir ins Ohr.

Der Geist der Harmoniem,

Der Weltgeist tritt hervor.

Ich bin es, der die WesenIn ihre Hülle zwang,

Und sie mit ZaubereienDer Sympathie durchdrang.

In rauher FelsenhöhleBin ich dir Wicderhall;