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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 8 (1821) Stimmen der Völker in Liedern
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530
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IX. Lieder der Wilden.

Vaina.

O König, habe Mitleid mit den Thranen, diedeine Füße benetzen.

A m p a n a n i.Was willst du?

Vaina.

Dieser Unglückliche hat meine Augen, hat mei-nen Mund geküßt, an meinem Busen hat er ge-schlummert , er ist in meinem Herzen, und nichtskann ihn Herausreißen .

A m p a n a n i.

Nimm diesen Schleier, bedecke deine Reize.Fahre fort.

Vaina.

Laß mich ihn suchen unter den Tobten oderunter den Lebendigen.

A m p a n a n i.

Geh, schone Vaina. Sterben müsse der Un-mensch, welcher Küsse rauben kann, die mit Thranenvermischt sind. *