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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 8 (1821) Stimmen der Völker in Liedern
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482
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482 VIII. Deutsche Lieder.

Ein Vogel wünschet ihm in freier Luft zu styn,

Und sperret man ihn gleich in Gold und Silber ein.

Jetzt lieb' ich was ich will, jetzt will ich was

ich liebe,

Und weiß, daß nicht's entgeht, was ich zur Zeit

verschiebe.

Aus Tage mach' ich Nacht, und aus der Nacht den

Tag,

Und prange, daß ich selbst mein Herr und Knecht

seyn mag.

Weg, weg du Dienstbarkeit, bei der nichts ist

zu finden,

Als Gut da Mangel ist, als Was, oas bald kann

schwinden,

Als Haß, mit Gunst vermengt, als Lust, die Un-lust bringt,

Als Arbeit bei der Ruh, als Freiheit, die mich

zwingt.

Doch, Venus, deren Lob ich oftmals ausge-

breitet,

Ist mir ein Stamm allein an Waldesstatt bereitet;

So füge mir hinfort Sinn, Will und Augen bei,

Recht zu ersehn den Baum, der meiner würdig sey.