Druckschrift 
Zur schönen Literatur und Kunst Theil 8 (1821) Stimmen der Völker in Liedern
Entstehung
Seite
447
Einzelbild herunterladen
 

Viertes Buch.

447

/^Hör' an , Herr Oluf, tritt tanzen mir mir,Einen Haufen Goldes schenk' ich dir."

Einen Haufen Goldes nahm' ich wohl;

Doch tanzen ich nicht darf noch soll."

/LUnd willt, Herr Oluf, nicht tanzen mit mir;Soll Seuch' und Krankheit folgen dir." -7'

//Sie that einen Schlag ihm auf sein Herz,Noch nimmer fühlt' er solchen Schmerz.

Sie hob ihn bleichend auf sein Pferd,

Reit' heim nun zu dcin'm Fräulein werth."

/

/ Und als er kam vor Hauses Thür,

Seine Mutter zitternd stand dafür.

^Hör' an, mein Sohn, sag' an mir gleich,Wie ist dein' Farbe blaß und bleich?"

/'^Ünd sollt' sie nicht seyn blaß und bleich,

Ich traf in Erlcnkönigs Reich."

Hör' an, mein Sohn, so lieb und traut,Was soll ich nun sagen deiner Braut?"

/^Sagt ikr, ich sey im Wald zur Stund',

Zu proben da mein Pferd und^Hund."

^Frühmvrgen und als cs Tag kaum war,

Da kam die Braut mit der Hochzcitschaar.