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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 8 (1821) Stimmen der Völker in Liedern
Entstehung
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363
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Z63

Drittes Buch.

Dem Leidenschaft niemals gebot,

Nicht fürchtet Leben oder Tod,

Weiß seiner Zeit wohl bessern Brauch,

Als für's Gerücht, der Narren Hauch.

Von Hof und Frohnen frank und frei.Von Heuchlern fern und Büberei,

Was soll der Schmeichler bei ihm thun?Auch für'm Tyrannen kann er ruhn.

Er neidet nicht und hat nicht Neid,Kennt nicht der Tboren Ueppigkeit;

Kennt nicht gestürzten Stolzes Schmach,Was der für Wunden folgen nach.

Der nicht den Staat, nur sich regiert,Und harmlos so den Szepter führt,

Mehr gibt, als nimmt, und bittet GottUm Dankbarkeit und täglich Brod.

Der Mann ist frei und hochaebohr'n,Hat Glück und Hoheit nie verloh'c'n,

Vor Höhen sicher, wie vor'm Fall,

Und hall' er nichts, so hat er's All.