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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 8 (1821) Stimmen der Völker in Liedern
Entstehung
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347
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Drittes Buch,

347

König.

Wie lange war sie so?

Ophelia.

Ich hoffe, es wird alles gut gehen; wir müssengeduldig fern: doch kann ich nicht anders, ich mußweinen, wenn ich denke: sie wollen ihn in die kalteErde legen. Mein Bruder soll davon wissen; undso schönen Dank für guten Rath. Kommt! meinWagen! Gute Nacht, ihr Damen, gute Nacht,süße Damen, gute Nacht, gute Nacht!

(Sie gehet ab.)

(Ihr Bruder Saertes und der König sind zusam-men. Es wird ein Geräusch. Ophelia kommt,phantastisch geschmückt mit Stroh und Blumen,tzaertes, der sie sieht:)

O Hitze! trock'ne auf mein Hirn. Ihr ThränenSieb'nfach gesalzen, brennt mein Auge stumpf!Beim Himmel, Mädchen, deine RasereySoll schwer bezahlet werden, daß die SchaleAufstiege. Rosenknöspchen, süßes Mädchen,

Ophelia, liebe Schwester! Himmel, ist's,

Jsts möglich? der Verstand ein's jungen MädchenKann mit ein's alten Mannes Leben binseyn!Natur, du bist fein in der Liebe! fein,

Du schickst von deinem Selbst ein kostbar EtwasDem Dinge, das du liebest, nach

Ophelia singt:

Sie trug'n ihn auf der Bahre blos,

Und manche Aähr' auf's Grab ihm floß ^Fahr' wohl, mein Täubchen