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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 8 (1821) Stimmen der Völker in Liedern
Entstehung
Seite
345
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Drittes Buch.

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Königin. ^

Was will sie?

Edelmann.

Sie spricht von ihrem Vater viel. Sie sagt,

Sie hör', 's geb' Kniffe in der Welt, und"ächzt,Schlagt an die Brust sich, stößt den Strohhalm

fort,

Spricht Dinge zweiflich, nur mit halbem Sinn;Die Worte sagen nichts, und dennoch bringtDas ungestalte Nichts die HörendenZum Denken; sie fang'n es ihr auf, und passen'sAuf ihren eignen Sinn. Sie winkt, sie schüttelt,Sie macht Gebehrden, daß man glauben muß,

Sie denke was dabei, doch weiß man nichtsGewiß und meist unglücklich

Horatio.

Es wäre gut,

Man spräche mit ihr, denn sie könnte dochIn Ucbeldenkenden gefährlichenVerdacht erregen.

Königin.

Laßt sie ein! So geht's '

Der Sünde. Meiner kranken Seele scheintNun jeder Tand ein Bote großen Unglücks.So voll kunstlosen Argwohns ist Unthat;

Sie fürchtet stets und fördert selbst Verrath.

(Ophelia tritt ein, wahnsinnig.)

Ophelia.

Wo ist die schöne Majestät von Dännmark?