2Ly VI. Nordwestliche Liedes
„Der wilde Wald ist AufenthaltFür Räuber und für's Thier;
Kein Dach und Fach als Himmelsdach.
Als Laub zur Decke dir,
Dein Hütt' und R§um ist Hohl' und Baum»Dein Bette kalttr Schnee;
Dein kühler Wein muß Wasser seyn,.
Dein Labsal Hungersweh,"
„Der grüne Wald ist AufenthaltDer Freiheit mir und dir.
Folg' ick dir nach , was brauch' ich Dach?
Was dir ziemt, ziemet mir.
Dein' harte Hand thut WiderstandDem Räuber und dem Wild',
Schafft Speis' und Trank, und LebevslanzDie Quelle süß mir quillt,"
„O nein ! o nein, es kann nicht seyn !
Die scidne Locke hieSie muß herab! es muß hinab-Dein Kleid dir bis zum Knie.
Kommst nimmer nicht vor's AngesichtDer Schwester. Mutter dein;
Ein Weib ist bald so warm als kalt;^.Leb' wohl, es kann nicht seyn."
„Leb', Mutter, wohl! ich muß und sol!
Gehn mit dem Lichen mein!
Lebt Schwestern all' im Freudensaak,
Ich geh nicht mehr hinein.