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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 8 (1821) Stimmen der Völker in Liedern
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280
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2Ly VI. Nordwestliche Liedes

Der wilde Wald ist AufenthaltFür Räuber und für's Thier;

Kein Dach und Fach als Himmelsdach.

Als Laub zur Decke dir,

Dein Hütt' und R§um ist Hohl' und Baum»Dein Bette kalttr Schnee;

Dein kühler Wein muß Wasser seyn,.

Dein Labsal Hungersweh,"

Der grüne Wald ist AufenthaltDer Freiheit mir und dir.

Folg' ick dir nach , was brauch' ich Dach?

Was dir ziemt, ziemet mir.

Dein' harte Hand thut WiderstandDem Räuber und dem Wild',

Schafft Speis' und Trank, und LebevslanzDie Quelle süß mir quillt,"

O nein ! o nein, es kann nicht seyn !

Die scidne Locke hieSie muß herab! es muß hinab-Dein Kleid dir bis zum Knie.

Kommst nimmer nicht vor's AngesichtDer Schwester. Mutter dein;

Ein Weib ist bald so warm als kalt;^.Leb' wohl, es kann nicht seyn."

Leb', Mutter, wohl! ich muß und sol!

Gehn mit dem Lichen mein!

Lebt Schwestern all' im Freudensaak,

Ich geh nicht mehr hinein.