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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 8 (1821) Stimmen der Völker in Liedern
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VI. Nordwestliche Lieder.

Ich hör' dich Bard' in meiner Nacht, '

Halt' an die Saite; die zitternde,

Der Wehmuth Freude gebühret Lsstan,

In seinen braunen Jahren.

Gründern, auf dem Hügel der Geister,Webend das Haupt in Stimmen der Nacht,

Ich spüre ja deinen Laut nicht,

Geistergewand nicht rauschend im Laube dir.

Oft sind die Tritte der Tobten,

Auf Lüftchen im kreisenden Sturm.

Wenn schwimmt von Osten der Mond,

Ein blasser Schild, ziehend den Himmel hindurch.

Ullin und Carril und Ravno,

Vergangene Stimmen der Tage vor Alters,

Hört' ich euch im Dunkel von Selma;

Es erhübe die Seele des Lieds.

Nicht hör' ich euch, Söhne des Gesangs;

In welcher Wohnung der Wolken ist eure Ruh?Rührt ihr die Harfe, die düstre,

Gehüllt in Morgcngrau,

Wo aufsteigt tönend die Sonne,

Bon Wellen , die Häupter blau?

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Z