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V. Lieder aus dem Süd.
„Ihr silbernen Wellen des heil'gcn Jbero,
Ihr sehet mich weinen, ich weine zu euch.
Ihr rauschet zu Ihm hin, ihr silbernen Wellen,
Um den ich hier weine, der fern mir verweilt.
O! möcht' er verweilen, nur nimmer vergessenDer Seele, die immer in Traumen ihn sieht.
Geht zu ihm, ihr Wellen, und rauschet ihm frühe,Und rauschet ihm klagend, was hier ich euch
sang.
Erinnr' ihn, Aurora, in warnenden Traumen,
In lieblichen Traumen, und zeig' ihm mein Bild.
Ihr schüchternen Nympben, die Kränze sich winden,Nehmt hin diese Blumen, und.gebt ihm den
Kranz,
O! macht' er verweilen, nur nimmer vergessenDer Seele, die immer in Traumen ihn sieht."
Die Vogel besingend den lieblichen Morgen,
Sie schwiegen und horchten und lernten das Lied.
Die schüchternen Nymphen im dunkeln Gebüsche,Sie nahmen die Blumen und schlüpften hinweg.
Aurora mitleidig nahm purpurne Nebel,
Und bildete Traume, und bildet' ihr Bild —
Auf fuhr aus den Traumen der weilende SchäferUnd eilete zu ihr, und sank ihr ans Herz.