Wenn ich aus dem Flusse trinkeSpicgelhelles, reines Wasser,
Und dabei mich glücklich dünke,
Und wie jener reiche Prasser,
Nicht in goldncn Ketten hinke,
Um ein Tröpfchen Rebenwasscr —
Chor. Freunde, traut nicht leerem Schimmer,Eoldne Ketten drückul immer.
Schön ist's, hohes Herz zu fühlen,Kämpfen können mit dem Glücke,
Oft den Sieg ihm abzuzielen,
Nimmer weichen ihm zurücke,
Durch die Dornen fort sich wühlen,
Auf zum freien Sonnenblicke! —
Chor. Freunde, nie dem Glück, sich beugen,Heißet, zu den Göttern steigen.
Aber, auch das Glück besieget,
Hat noch niemand überwunden,
Der sich unter Amvrn schmieget.
Denn hat Ruhe je gefunden,
Wer dem Thor zu Füßen lieget,
Der nur lohnen kann mit Wunden?
Chor. Blinder Knabe, seine BlindenLohnet er mit Reu und Binden.