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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 8 (1821) Stimmen der Völker in Liedern
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V. Lieder aus dem Süd.

So die Jungfrau: Blühet sie noch, die Liebe der

Ihren

U»berühret; so bald sie sinkt dis zärtliche Blume,Ach, denn lieben sie Knaben nicht mehr, nicht liehen

sie Mädchen.

Jünglinge.

Wie im nackten Felde die Rehe sinket zu

Boden,

Hebt sich nimmer, erzieht nicht Eine fröhliche

Traube,

Bis sich Wipfel und Wurzel im dunkeln Staube

verschlingen;

Nicht der Landmann achtet der armen, der weidende

Stier nicht.

Aber windet sie sich empor dem gattenden Ulm-baum,

Achtet hoch sie der Landmann, hoch der weidende

Stier auch.

So die Jungfrau; altct sie öd' im Hause der Ih-ren

Aber hat sie das Band der reifen Ehe vermahlet,

Achtet hoch sie der Mann, es achten hoch sie die

Eltern^

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Jungfrau, straube dich nicht. Mit solchem

Manne zu streiten

Ist nicht billig, ihm gab dich der Barer, ihm gab

mit dem Vater

Dich die liebende Mutter, und du mußt beiden ge-horchen.