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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 8 (1821) Stimmen der Völker in Liedern
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130
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i3c> IV. Lieder aus dein hohen Nord.

Ich Hab gesponnen, gnug weißes Flächschcn,Hab gnug gewirket das feine Linnchcn.

Hab gnug gescheuert die weißen Tischchen,

Hab gnug gefeget die grünen Höschen.

Hab gnug gehorchet der. liebcn Mutter,

Muß mm auch horchen der liebcn Schwieget.

Hab gnug geharket das Eras der Auen,

Hab gnug getragen den weißen Harken.

O du mein Kränzchen von grüner Raute,Wirst nicht lang grünen auf meinem Haupte!

Ihr meine Flechtchen von grüner Seide,

Sollt nicht mehr funkeln im Sonnenscheine.

O du mein Harlein, mein gelbes Härlcin,Wirst nicht mehr flattern im wehnden Winde.

Besuchen werd' ich die liebe Mutter,

Nicht mehr im Kranze, sondern im Häubchen.

O du mein Häubchen, mein feines Häubchen,Du wirst noch schallen im wehnden Winde.

Und du mein Nähzeug, mein buntes Nähzeug,Du wirst noch schimmern im Mondenscheinc.

Ihr meine Flechtchen von grüner Seide,

Ihr werdet hangen, mir Thränen machen.

Ihr meine Ningchen, ihr goldne Ringchen, ^Ihr werdet liegen, im Kasten rosten.