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IV. Lieder aus dem hohen Nord.
schäften des Verstorbenen berührt werden, und diewird bei jedem 'Absatz mit einem lauten Heulen undWeinen begleitet. Nach einem solchen Klageliedcontinuiren die Wcibsleute mit Weinen und Heu-len, alle in Einem Ton, als ob man eine Quinteherunterwärts durch alle Lemitonia tremulirend spielte.Dann und wann halten sie ein wenig inne, und dieeigentliche Leidtragerin sagt etliche Worte dazwischen;di§ Mannsleute aber schluchzen nur.
Der Stilus, oder ihre Art zu reden, ist garnicht hyperbolisch, hochtrabend oder schwülstig, wieder orientalische, den man auch bei den Indianernin Amerika wahrnchmen kann, sondern gar simpelund naturell; doch bedienen sie sich gern der Gleich-nisse, machen auch nicht große Umschweife in ihre»Reden, ob sie gleich eine Sache zu mehrerer Deut-lichkeit oft repetiren, und reden oft so laconisch,daß zwar sie einander sehr leicht, Ausländer abernach vierjährigem Umgang es kaum verstehen können.
Sie haben auch verschiedene figürliche Redens-arten und Sprüchwörter, und die Angekoks bedienensich metaphorischer und oft dem gewöhnlichen Sinnganz conträrec Ausdrücke, damit sie gelehrt zu redenscheinen und auch für die Erklärung des Orakelsbezahlt kriegen. So nennen sie einen Stein, diegroße Härte, das Wasser, das Weiche, dieMutter, einen Sack.
In ihrer Poesie brauchen sie weder Reime nochSylbenmaß. Sie machen nur kurze Sätze, die aberdoch nach einem gewissen Takt und Eadenz gesungen