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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 9 (1821) Blumenlese aus morgenländlichen Dichtern
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IX. Der fliegende Wagen !c. 335

schwarze Wolke vom Himmel nieder; Jcsracl,der wahre Engel des Todes, stand vor ihm mit demflammenden Schwert.Du hast meinen Namengemißbraucht, Elender, und mein Amt unberufenverwaltet. Empfange den Lohn." Er berührte ihnmit dem flammenden Schwert, und Hassan, vollder empfindlichsten Schmerzen, brannte zu einemHaufe stinkender Asche hinunter.Du, Sam-miel, sprach der Engel des Todes, was hastdu unter Menschen? Entweich in die Wüste."

So traurig endete die Geschichte auf diesemHelden - und Siegesfelde; dagegen trat der bele-bende Genius der Lüfte in Gestalt eines blühendenJünglings zuln erschrockenen Sultan und seinertraurenden Tochter ein.Traure nicht, Narzane,fasse dich, König; eines Unwürdigen scyd ihr loS,der meine Geschenke nicht zu brauchen wußte. Aucheurer treulosen Diener sevd ihr los; sie liegen aufdem Felde. Vermahle dich, Tochter, mit einemEdlen, der deiner Gemüthsart gleich sey. Am Hoch-zeittage will ich dir erscheinen, und du, guter Sul-tan, sollst in Glück und Friede regieren. An Has-san machte ich eine unglückliche Probe, die Euch zuerstatten meine Pflicht ist." Hiemit berührte er derNika Instrument, die Laute; sie erklang; auf demlieblichsten Klang' ihrer Saiten schwebte er langsamdavon. Begeistert ergriff Narzane die Laute undsang:

Himmlische Gaben, ach wie selten,

Wie selten nützen wir euch.

Geister, höret uns nicht, wenn wir verlangenund wünschen!