aus verschiedenen morgenländ. Dichtem. 225
Begraben haben wir den Mann, an demDer Hunger oft erfahren, (der das LandFeindselig drückte,) daß er mit ihm rangUnd ihn erwürgte.
Von Anschn war er dünne wie ein Schwert,
Nur seine Brust und seiner Hüfte SennenSie waren nimmer welk noch matt.
War er bey Ernsten ernst; sein Ernst gefiel;
Und wolltest du's, ergötzte dich sein Scherz.
Du littest Unrecht; er erfreute dich
Als Rächer; zog mit dir, wohin du gingst,
Trug willig, was du ihm nur legtest auf.
Besuchten Freunde seine Wohnung, trieb .
Er strenge sein Gesind an, daß das MahlBereitet würd', und nahm sie fröhlich auf.
Klage eines Vaters um seinen Sohn.
Fraget ein Mann dereinst von seinem Bruder: wer
ruht hier? i
O so ströme du Grab, ströme die Thranen ihm
zu,
Die ich weinte; der Vater beweint den einzigen Sohn
hier.
Klagend rief er: warum nähmest, 0 Gott! du ihn
mir?
Herders W. z. sch. Lit. u, Kunst. IX. P