aus verschiedenen Morgenland. Dichtern. 2o3
Wir tödten Menschen, Blut vergießen wir,
Und loben dich."
Mein Herz schlug starker; ichTrat in den Sumpf. Vergeblich mühte sichMein Fuß den Schuh hinaus zu ziehen. FestWar er. Die tapfern Heere schritten fort;
Die Lanzen blinkten; Schwerter funkelten;
Ein Feldgeschrcy, ein wüstes Sausen füllteMein Ohr; ich stand betäubt und sprach alsoZu meinem Schuh:
Wie? mein Begleiter, jetztVerlassest du mich, und erwartest lieberDen Moder hier? Und soll ich dich denn aüchVerlassen, wie in dieser Welk zuletztSich alles flieht? Du Guter, gingest freylichNie mit mir böse Wege; keinem PfadeDer Frevler drücketcst du je dich ein.
Die Augen, die von Blute strömen, bliebenUns fremd; dem zügellosen Sieger eiltestDu nünmcr nach. Wir gingen sanfte Wege,
Jetzt, wenn die Sonn' im Abendmeer ersank,
Jetzt in den Schatten der fricdselgen Nacht,
Der Ruhegeberin, der Reichen, dieUns ihre Schatz' am weiten Himmel zeigt,
Und nieden uns der Freuden schönste schenket.
Dann sagte leise mir der Mond ins Ohr:
„Sohn der Aescha, geh zu deiner Treuen,
Sie wartet deiner, lieblicher als ich." —
Die Wege gingen wir; nicht jene, denenDu strenge jetzt unwillig dich entziehst.
Ich folge deinem Rath. Gehabt euch wohl,