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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 9 (1821) Blumenlese aus morgenländlichen Dichtern
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II. Das Rosenthal.

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Reicher, gebrauche das Gut, das zum Gebrauche

dir Gott gab;

Wer nicht säet, dem wachst nimmer ein fröhli-cher Halm."

Die lieblichste Traube.

Willt du wissen, 0 Mann, wem deine süßeste TraubeWohl am süßesten schmeckt? Sende dem Lech-zenden sie.

Das offne Äuge des Tobten.

Ein König sah im Traum einst seiner altenVorfahren Einen, der vor hundert JahrenRegieret hatte. Asche war sein Leib;

Doch seine Augen, offen in dem Sarge,

Sie blickten hell umher.^ Er fragt die Weisen,Was das bedeute? Und ein Frommer sprach:Mit offnen Augen sichet er sein ReichIn fremden Händen, ohne Rast und Ruh."

O wie viele, wie hochberühmte decket die Erde;

Und sie verließen auf ihr keine wohlkhatige Spur jAber Nuschirwan lebt, noch unvergessen im

Tode,

Er, der gerechte Fürst, Er, der gutthätigeMann.

Herders W, z« sch. Lit. u.Kunst. IL, Z