Dichtung«» aus der Morgenland. Sage. 63
Und als mit dem gesalbeten Elisa Ellas amJordan ging: da kam ein feuriger Wagen mit feuri-gen Rossen, und scheidete die beyden von einanderUnd Elias fuhr im Wetter gen Himmel.
Die erste Gestalt, die ihm in jener Welt er-schien, war Moses, sein Vorbild. „Du hast geei-fert, sprach er, (indem er in die lauternden Flam-men des Feuerwagens ihm seine Rechte reichte;) duhast geeifert, mein Bruder, mit Feuereifer und hastviel erlitten von deinen Brüdern. Ich habe gelittenwie du; aber dennoch bat ich für ihr Leben undopferte meine Seele an ihrer Seelen statt. Indessenkomm zum Throne des Richters, des Allerbarmers."Elias ging mit bebenden Schritten zur Wolke desThrones.
„Was wisst du hier, Elias?" sprach die Stim-me aus der Wolke, und Elias sprach: „Ich habe ge-eifert um Jehovah, den Gott Jebaoth, und war al-lein überblieben und sie standen mir nach dem Le-ben." Da ging ein Feuer aus. der Wolke; aber derHerr war nicht im Feuer: und ein starker, die Fel-sen zerreissender, Wind ging vor Elias her; aber derHerr war nicht im Winde. Und nach dem Feuerund Wind kam ein sanftes Sausen, in welchem Je-hovah war. Durchdrungen von ihm fühlte der Pro-phet sein.Innerstes, daß schnell die Flamme seinesGeistes wie Morgenröthe strahlte. „Ruhe, sprach,die Stimme, und erquicke dich hier: denn der Herrist barmherzig und freundlich. Oft sollst du nieder-steigen zu den Menschen und sie sanfter belehren,und liebreich retten und trösten."