Dichtungen aus der morgenländ. Sage. 4g
Moses. Seine Augen waren nicht dunkelworden und seine Kraft war nicht verfal-len. Er schrieb die Worte seines letzten Liedes undden heiligen Namen; sein Antlitz glanzete, bewaffnetmit Ruhe und Himmelsklarhcit.
Der Feind der Menschen crschrack. Sein Schwertentsank ihm und ec eilcte hinweg. „Ich kann dirdie Seele dieses Mannes nicht bringen, sprach er zuIehovah: denn ich habe an ihm nichts unreinesfunden."
Da stieg Iehovah selbst hernieder, die Seeleseines Knechts von ihm zu nehmen und seine ge-treuen Diener, Michael, Raphael und Gabriel,sammt allen Engeln seines Angesichts, steigen hinabmit ihm. Sie bereiteten Moses ein Sterbelagerund standen ihm zu Haupt und Füßen und eineStimme sprach: „fürchte dich nicht. Ich selbst willdich begraben."
Da bereitete Moses sich zu seinem Tode undheiligte sich, wie Einer der Seraphim sich heiligt,und Gott rief seine Seele: „Meine Tochter, hundertund zwanzig Jahre hatte ich dir bestimmt, im Hausemeines Knechts zu wohnen. Sein Ende ist gekom-men : gehe heraus und säume nicht."
Und MoseS Seele sprach: „0 du Herr allerWelt! Ich weiß, daß du bist ein Gott aller Gei-ster und aller Seelen und daß in deiner Hand sinddie Lebendigen und die Tobten. Aus deiner Handempfing ich das feurige Gesetz und sähe dich in denFlammen und stieg hinauf und ging den Weg desHimmels. Durch deine Macht trat ich in den Pal-HeroersW, z. sch. Lik, n. Kunst. IX. D L