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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 9 (1821) Blumenlese aus morgenländlichen Dichtern
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I. Blätter der Vorzeit.

Die Bürgschaft des Menschengeschlechts.

Die Schuld der Eltern ist durch ihre Kinderbey Gott verbürget. Was der Vater sündigte, büßetoft der Sohn und der Enkel.

Als Gott sein Gesetz auf Sinai gab, spracher:stellet mir Bürgen, daß ihr es haltet."

Sic nannten ihm ihre gerechten Väter-: alleinJehovah nahm die Bürgschaft nicht an.Sie sindselbst Schuldner gewesen, gleichwie ihr; gebet mireure Sohne und Enkel zum Unterpfand."

Die Seelen der Ungebocnen, die alle um denBerg versammlet waren, die Säuglinge an denBrüsten, die Kinder auf dem Schooße der Müttererhüben ihre Stimme und übernahmen die Bürg-schaft. Da sprach der Ewige: he im suchen willichdieMissethat der Väter an den Kin-dern bis ins dritte und viertcGlicd; abersegnen will ich in die Tausende der Ge-schlechter.

Anbetend neigete fick) Moses und als Gott ihmvorüberging, rief eine Stimme:Herr, Herr Gott,barmherzig und gnädig, der du vergiebest Missethat,Uebertretung und Sünde, und wenn du die Mifse-khat der Väter an den Kindern strafest bis ins dritte,vierte Glied, so segnest du dafür in die Tausendeder Geschlechter."