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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 11 (1821) Römische Literatur. Antiquarische Aufsätze
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II. Antiquarische Aufsätze. 355

sten Blüthe unsrer Jahre. Ich stelle mir wie in ei-nem Bilde unsre jugendliche Geschichte vor."

Du verlangest weine Lebensgeschichte zu wis-sen; diese ist sehr kurz, weil ich dieselbe nach demGenuß abmesse. M. Plautius, Consul und wel-cher über die Illyrier triumphirt hatte, ließ an seinGrabmal, welches sich ohnweit Ti voli erhalten hat,unter allen seinen angeführten ThateN setzen: vixlr.

IX. Ich würde sagen: ich habe bis in dasachte Jahr gelebt; dies ist die Zeit meines Aufent-halts in Rom und in andern Städten von Italien.Hier habe ich Meine Jugend, die ich Theils in derWildheit, Theils in Arbeit und Kummer verlohrcn,zurückzurufcn gesucht, und ich sterbe wenigstens zu-friedner : denn ich habe alles, was ich wünschte, er-langt, ja mehr als ich denken, hoffen und verdienenkonnte. Ich schätze mich für einen von den selt-nen Menschen in dek Welt, welche zufrieden sindund nichts zu verlangen übrig haben. Suche einenandern, welcher dieses von Herzen sagen kann."

Meine vorige Geschichte nehme ich kurzzusammen. In Seehausen war ich achtehalb Jahreals Eonrcttor an der dastgen Schule. Bibliothcka-rius des Herrn Grasen von Bünau bin ich ebenso lange gewesen, und Ein Iaht lebte ich in Drcs.den vor meiner Reise*). Meine größte Arbeit ist

*) Da er die G e d a n k e n über die Nachah-mung der Griechischen Werke in derMahler ei und Bildhauerkunst schrieb.

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