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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 11 (1821) Römische Literatur. Antiquarische Aufsätze
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322 H. Antiquarische Aufsätze.

endlich, der auf dem Kinne ruhet. Eins unterstützt,hebt, tragt das andre, fast wirds dem tastendenGefühle schon, was es durchs Licht dem Auge sounendlich mehr ist, Antlitz. .Offenbar nach ebendem Bau und den Gliedern derselben Verhaltnißist der ganze Körper gebildet: daher die Wilden sichabermals auf Brust und Knie ein Menschenantlitzmahlen. Die beiden Warzen der Brust über demNabel, der Unterleib über den Füßen , wie die Brustunter den Fittigcn der Arme, sind Ein Verhaltniß:jedes gehört zum andern, als Eins oder Paar, undspricht zu und mit ihm, was es sprechen soll. DieAnzahl und Bildung der Finger, die wie aus einemhalben Kreise geschnitten, in einer Ordnung, dienicht vermehrt und vermindert, nicht versetzt nochverstümmelt werden kann, dastehn, bestätigt dasselbe;kurz, überall eine einfache und harmonische Weisheit,die in und für uns gefühlt, gemessen, geordnet,Umfang und Fülle beschrankt hat. Sie goß die

Seele in tausendfach organisirtes aber sehr einfachbegranztes, leicht zu umfassendes Maas, und machtePunkte der Vereinigung, wo und wie oft, und aufwie zarterer Stelle sie sie machen konnte. So findetAuge das Auge, so drückt sich Mund an Mund undBrust an Brust, und blickt und saugt in sich Othemder Liebe. Man verrücke die Züge des Gesichts,man verpflanze und verwechsle Glieder; mit undohne Auge muß man grausen, wie immer die klein-ste Misbildung zeiget. Was wir in der Optikund in den anordnenden Künsten überhaupt vonfeinen Gesetzen des Wohlstandes und der Wohl-gestalt des Eben - und Unebenmaaßcs ent-decken werden, findet sein größtes Vorbild in dem