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Bros! hatte sich, theils um die Heirath zu ermög-lichen, theils aber auch aus Stolz, bei der versprochenenAussteuer über seine Kräfte angestrengt und arbeitetenun doppelt emsig mit seinen beiden Söhnen, um denAusfall baldigst wieder einzubriugen. Er hatte fürzwei Jahre eine glückliche Arbeit gefunden, nur vierStunden entfernt wurde eine neue Straße mit mehre-ren Brücken angelegt und dießmal auf württembcrgi-schcm Grunde, und Brost war nun mit den Seinigenjeden Sonntag zu Haus.
Eine lustigere Hochzeit als die von Nösle undKaspar war lange nicht in Haldenbrunn gewesen,Brofi konnte sich zwar Anfangs nicht damit zufriedengeben, daß die fürsorgliche Negierung den alten Brauchverboten hatte, daß die Hochzeitläder mit gezücktemSäbel die Braut geleiteten und die Säbel in die Deckesteckten, darunter Braut und Bräutigam sitzen mußten.Dieses Eingreifen in die alten Gewohnheiten verbit-terten ihm fast den glückseligen Tag und er sprach oftdavon und ließ cs an derben Schimpfworten nicht fehlen,aber er lernte allmälig, sich einen Freudentag wederdurch einen Negierungscrlaß noch durch ein sonstiges Er-eigniß verderben zu lassen und Moni verstand es, ihm dar-über hinweg zu helfen. Die Eltern waren die lustigstenauf dem Tanzboden und Bros! ries oft: „Moni, jetztsind wir hier zweimal daheim." Er hatte sich einst soglücklich geschätzt beim Gipsmüllcr eine freundliche Stättezu haben außer dem Hause, jetzt ging er zu seinemeigenen Kinde und war dort hochgeehrt und geliebt.