Druckschrift 
3 (1853)
Entstehung
Seite
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Gleich thust die Pfeif 'raus/gleich. Jeder Zug,den du draus thust, nimmt dir ein Stück Leben."

Nun fing vor Allem das Apothekerrööle an, ihntüchtig auszuzanken, daß er mit der Monika nicht ge-tanzt habe, sie habe gar nicht zum Tanze gehen wollen,und habe nur auf ihr Zureden nachgegeben, weil ihreMütter so gut Freund gewesen seien. Hierauf ginges an ein Klagen, wie schlecht jetzt die Welt sei, vorZeiten hätten verlassene Menschen zusammen gehaltenund keines einem andern eine Unehre geschehen lassen,jetzt aber hofire Alles den Holzbauern, die groß damitthun, daß sie das Geld von ihren Wäldern verprassenkönnen, die von selbst wachsen. Die Pfeife in derHand, mit offenem Munde mußte Brost zuhören, wieer immer mehr abgekanzelt wurde; und dazu hörte eroft kaum die Worte, denn er sah jezt das Apotheker-rösle zum Erstenmale ganz in der Nähe, sie hatte einGesicht, das sie mit nie gesehener Behendigkeit bewegte,als wäre gar kein Knochen darin, den Unterkiefer be-wegte sie mit solcher Gelenkigkeit, daß man meinte, siekönne ihn über die Nase hinaufheben, dazu bildete beibesonders höhnischen Reden und wenn sie lachen wollte,der linke Mundwinkel ein Pfännchen, mit dem sieschlürfte als ob sie eine Süßigkeit kostete, die Augenwaren allerdings noch flimmerig, aber schrecklich anzu-sehen war der kahle Scheitel. Man konnte den Leutennicht unrecht geben, daß sie hier eine Here zu sehenglaubten.

Als das Apothekerrösle sich sattsam ausgelassenhatte, schloß es damit: