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dehnen sich fast unübersehbar weit hinaus hohe Wald-berge. O wie erquicklich ist es, im heißen Mittag überden Berg kommend und aus dem Wald heraustretend,ein Dorf in grünen Obstbäumen vor sich zu sehen; dalernt man verstehen, was es heißt, sich nach demkühlen Wein zu sehnen. Es ist Niemand auf derStraße, den wir nach dem besten Wirthshaus fragenkönnen, ist aber auch nicht nöthig; dort gegenüber demRöhrbrunnen jenes Helle Haus mit dem Ziegeldachehat seinen Wegweiser, der Auerhahn mit ausgespreiztemblechernem Schweif, den es im Schilde trägt, schautvergnüglich auf euch nieder. Er ist Alleinherrscher undkein anderer neben ihm. Es ist ganz am Platze, daßman dem einzigen Wirthshause im Walddorfe denAuerhahn zum Schilde gegeben, der hier noch lebendignistet und noch dazu gehört jetzt das Wirthshaus demRevierförster, der es erheirathete und seitdem die Be-amtung aufgegeben und sich dem einträglichem Holz-handel widmet. Wir treten in die geräumige getäfelteStube, an deren oberem Ende ein Stück Brett in dieDecke neu eingesetzt ist. Wir werden schon später er-fahren, warum. Es ist Niemand daheim als daswohl kaum fünfzehnjährige Wirthstöchterlein, das emsigaus einem Buche abschreibt. Flink eilt es auf unserGeheiß in den Keller.
Die Welt ist doch schön eingerichtet, für den derGeld im Sack hat. Hier oben, wo kaum die Holz-äpfel reif werden, beherbergen die guten Menschenkräftigen Unterländer Wein, der nur auf den Ruf auslechzender Kehle wartet.