Achtzehntes Kapitel.
Die Wintertage waren so kurz und der junge Amts-verweser, der bald seinen Fehler erkannte, daß er dieerste Anklage gegen Diethelm in dessen Beisein ver-nommen, wollte ihm nicht Zeit lassen, sich ein Gewebevon Aussagen zu knüpfen, er nahm den Gefangenendaher noch am Abend in's Verhör und Diethelm wares allerdings schauerlich, als er durch matterleuchteteschallende Gänge nach der Verhörstube geführt wurde.Hier war es noch leer. Diethelm erhielt vom Land-jäger den Befehl, sich auf einen Stuhl an der Wandzu setzen, wo gerade hüben und drüben Wandleuchtermit brennenden Kerzen ihren Lichtschein ihm in's Ge-sicht warfen; er wollte wegrücken, erhielt aber dieWeisung, just hier sitzen zu bleiben. In der Stubewaren nur noch zwei Lichter, die am Sitze des Aetuarshinter dem Actengestellc, an dem langen grünen Tischestanden, und der Schatten des Gestelles breitete sichweithin in die Stube. Diethelm wollte dem Landjägerneben ihm sagen, daß er seinen Vater wohl gekannthabe, aber der Landjäger wendete sich ab und winkteihm still mit der Hand, nichts zu reden. So saß denn