II. Antiquarische Aussatze. 459
Herkules, der Semele, der Ina, des Hyacnithus*)aus der alten Heldcngeschichte. In dieser schweiftendie Künstler so weit umher, daß sie entweder ähn-liche Todesfälle der Helden, oder die Spiele an ih-rem Grabe oder gar, ohne Beziehung auf den Tod,blos als große und fröhliche Kunstgegenstande, ihreThatcn selbst vorstellten; wo es denn sehr ungereimtwäre, wenn man je den Zug der Vorstellung deu-ten wollte. **)
Oder man verließ ganz die Gegenden des Plutound schilderte die Reise nach Elysium, nachden Garten der Hesperiden oder das Le-ben mit den Göttern. ***) Auf diesem Dcnk-
*) Auf dem Grabmat des Hyacinthus unter demAmykläischen Lhron bei Pausanias B. 3 . T.18. 19.
") Ucbrigcns hat Heyne in seiner Vorlesung überden Kasten des Cypselus (Gott, 1770.) die ge-gründete Anmerkung gemacht, daß da die Künst-ler dergleichen Kunstwerke, als Sarkophagenu. dgi. wahrscheinlich im Vorrath gemacht unddie Vorstellungen auf denselben rheils von anderncopirt, rheils nach ihrer Phantasie geändert hat-ten, man nicht überall Zusammenhang der Fi-guren oder Deutungen auf den Verstorbenen su-chen könne, welches Urtheil die Vergleichungmehrerer Denkmale offenbar bekräftigt. Indessenwar auch bei den Grabmonumenten offenbar eingewisses Costume in Kunstvorstellungen und derBauart gegeben, dem man im Ganzen folgte.
*") Oorli Insar. II. x. mg. 140. Lrutvr, p. 748. 686.