II. Antiquarische Aufsatze. 419
die Fackeln trugen und sie also auch, wenn es dieBedeutung gebot, umkehren konnten!
Der Morgen als Genius schwingt sich mit derFackel hinaus; der Abend laßt sich mit der gesenk-ten hinunter.
Amor und Hymcnäus schwingen die glücklicheFackel hoch; bei einer traurigen oder zerstörten Lieb-lassen sic sic, durch eine natürliche Sprache desSymbols, sinken.
Der Gott der Fröhlichkeit leuchtet mit ihr zumGastmahl; dem Entschlummerten sinkt die Fackel,wie sein Haupt sinkt, .seine Füße nehmen die Stel-lung der Ruhe an und so wird Komus das Bilddes Schlafes.
Beim Opfer des Mithra sind auf so vielenDenkmalen die beiden Figuren gewöhnlich, derenEine die Fackel erhebt, die andre senket; und dabeisagt die veränderte Vorstellung derselben nicht nurdeutlich sondern zuweilen unanständig, daß sie dieJugend und das Alter des Jahres oder des mensch-lichen Lebens bedeuten. *)
Hier schwebt die Nacht und verbirgt sich mitweggewandkem Haupt in ihrem großen weiten Ge-wände; **) der Genius des Morgens schwebt östlich
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