2o6
Aelteste Urkunde
denken über die Aeqypter, wie wir unaufhörlichschwätzen, daß sie gedacht haben sollen: bekommenzuerst einen Tritt, um uns nicht von jedem Grie-chenlüftchen wägen und wiegen zu lassen, wie bis-her das Aegypterpantheon als der ärgste Schutthaufedarliegt. Wir krachten, keinen Bildersaal schönerausländischen Spielwerke und Kapitelhandlungen dar-aus zu machen — was wir aber aufweisen, wirdFactum! bewiesene urkundliche Sym-bole! in ägyptischem Geist ägyptischeWahrheit!
* *
*
Und siebe da! ursprünglich sieben Götter,die Urkräfte der Welt*)! Das ägyptischeAltertbum hebt sich, wie eine versunkene Säule,aus Abgrund und Moder hervor: was ich davon le-sen und enträthscln kann, ist mein; was unter Mo-der und Wellen liegt, darauf lasset uns, wie So-krates bei Heraklit, dunkelgläubig schließen!
Es sind die mächtigen Sieben! allesamtgroße Götter! allesamt im Nachball der Sage,Söhne des Weltbauers, des allordnenden,allbeschließenden Geistes. Herodot, da er sie nennet,verwandelt sie in Griechennamen, die Griechenna-men sind und bleiben: von denen sich auch der er-ste Ausleger und Hierostoliste dieses Faches hatte ent-fernter halten können, wenn ihm das Aehnlichkeit-,Namen- und Vergleichungsspiel nicht unmittelbarin die Hand traf. Da wir keine spätere Deutung,
°) Siehe weitläuftig Jablonski krolsZ. 0 . II,