des Menschengeschlechts. 117
Himmlisches Geschäft, Wahrheit!Ordnung und Glückseligkeit zu lehren,auf die reinste Art, aus den reinsten Trieben, zuden besten Zwecken zu lehren! nicht zu lehren, son-dern zu thun! durch Vorgang und stilles Beispielsie ausbreiten, nicht bloß um sich, sondern sie zubefestigen ins Herz und Seele! tief in Lebcnsord-nung und Gewohnheit! tief auf Nachkommen undNachwelt! Denkmale, Feste, Erinnerungen zu er-richten, sie, wenn man kann, auf Erde und Him-mel zu schreiben—Tausendmal mehr hat Gott ge-than! — — Welche reine, himmlische Ideen vomunsichtbaren, allwirksamen, allsegnenden Gott, undvon seiner heiligen Welt und von seiner reichen,glücklichen Naturhccrde! Welche würdige Begriffevom Menschen! wie hoch sein Ursprung, edel seineBildung, frei wirksam und sortwirkend zum Bestender Welt und Nachwelt seine Bestimmung! Zuwalten und vollendet zu haben! schaffen und sichdes Geschaffenen zu erfreuen! unabhängiger, allgü-tigcr Gott und König der Erde — so dichtet, soerfindet kein Tyrann, kein Betrüger! der also dieMenschen lehrte/ war ein Guter, ein Göttlicher,war Gott!
Welche reine erhabene Art des Vor-trags! kein Wort, kein Befehl, kein Nath — nurstilles Vorbild, That; aber die That, dasVorbild ist Gottes, geht von Himmel zu Erde,durchströmt die ganze Natur der Welt und des Men-schen — der also lehret, schaffet, unterrichtet, dermächtig stille, thätig unsichtbare väterlicheGott! Er, „der die Menschen gelehrt hat, was