des Menschengeschlechts. ic>3
hätte Gott so er könnt, wenn er sich nicht offen-baret hätte? — man sehe, wie Jahrtausende „die„klügsten Völker zu Narren worden, haben die,,Herrlichkeit Gottes in Bilder der Vergänglichkeit„und des Abscheues verwandelt, Wahrheit in Lüge„und Ungerechtigkeit, dem Geschöpf mehr gedient,,,als dem Schöpfer, sind in ihrem Dichten eitel„worden und ihr unverständiges Herz ist verfinstert."Wer hätte die menschliche Sphäre von Bestim-mung und Glückseligkeit, dem Standpunktseiner ganzen Aussicht über die Schöpfung sofrüh und einfältig und erhaben und tief undallgenugsam gefunden? — Man sehe die Hei-den an, wie „dieweil sie nicht geachtet haben, daß„sie Gott erkenneten, Gott sie auch dahingegeben,„in ihres Herzens Gelüste, zu lhun, was nicht„taugt." Ja man sehe nur an die Zeiten der höch-sten Aufklärung und Erleuchtung, wohin, zu wel-chem Zustande des Lasters und Unglücks haben siedas Bild Gottes, die menschliche Natur ernied-rigt!*) „Zu schänden ihre eigene Leiber an ihnen„selbst! ihre Weiber haben verwandelt u. s w. dcs-„selbengleich die Männer haben verlassen u. s. w.„voll alles Ungerechten, Hurerei, Schalkheit u. s. w."Bild Gottes! menschliche Natur und philosophischeZeit! höchste menschliche Aufklärung; welches Gei-stes Kind bist du dagegen?
Edler, unverdorbener Jüngling! Willt du dirdieses Stück, die älteste schätzbarste Urkunde, die
*) Ich sage diese Stellen nicht, sondern PaulusRom. r, 2L ff.