des Menschengeschlechts. ^3
ins Jugcndaltcr der Welt tiefer treten — wie meh-rere Weisheit! Macht! Gottheit!
Was für ein schreckliches Wunder für einenUngewohnten— Schlaf und Nacht! die Kniewanken! Hände sinken! Haupt sinkt! Augen, Sinnesterben! der Mensch, das Thier ist todt!Niemand in der Welt wirds zum erstenmal andersdenken, als — Mensch, Thier ist todt! wer solltewahnen, daß er innerlich fortlebe? daß erwieder erwache? Und siehe l er erwacht! Au-gen, Sinne ihm wiedergegcben und neu gestärkt!Kräfte, Safte, Glieder wicdergegeben und neu ge-stärkt— der Mensch ist n eu g c sc h a ffe n, istneugebore n.*)
Mit der ganzen Schöpfung Gottesnicht anders. DaS Auge der Welt neigt sich undgeht unter: Farben ermatten und schwinden ! Dingebleichen und schwinden! aller Schall stirbt im Abend-gerausch nieder — Stille! Tod! Grab! Abgrund!
Die Schöpfung wüste und leer,
Finsterniß auf der Tiefe,
Nachtschauder I
Aber sie erwacht. Dort der Morgenstrahl — giebtAllem Leben, Wesen, Nege, Daseyn wieder — werhatte es gedacht? wer das Aus-, das Wiederkom-
*) S, in Hallers Physiologie die schöne in allerphilosophischen Genauigkeit dichterische Beschrei-bung des Einschlafens, und über Abend und Mor-gen so viel Schilderungen,der Dichter^ , ,