Ael teste Urkunde
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micherleuchtet! den ich hier in meinem Herzen wär-mend und schlagend suhle, ist Gott! hier das Gött-liche im Antlitz des Menschen. Das Licht auf sei-ner Stirne, der Glanz, die Wonne seines Auges,was auf dieser Iugendwange lacht, heitert, glühet,erwärmet — Licht des Antlitzes, Glanz des Unsicht-baren, Gott! Was dort in der ganzen Natur lacht,und lebt, Ideen giebc, frohlocket, erzeuget, wär-met — ist Licht, ist Gott! Welch ein Wunderum uns ein Lichtstrahl! Ohne ihn die ganzeSchöpfung Nacht, Tod, Kluft, von Erde zu Him-mel Grab und Abgrund, oder vielmehr, mehr alsalle das
wüste und leer„ Finsterniß auf der Liefe,,Unruhe auf flulhenden Meeren."
Ein Lichtstrahl kommt! woher? aus welcher Tiefe?wie schnell! wie fein! urplötzlich da — und wel-che neue Welt mit Einem neuen Sinnfür alle Sinne! —Farben und Gestalten! alles
bekommt Umriß, Kleid, neues Daseyn-die
Blume plötzlich in die Herrlichkeit einer Königin ge-kleidet, wundert und freut sich ihres neuen Braut-schmucks — alles erregt, erhitzt— erwärmet —> dieTraube schimmert in Morgenroth und Kraft desHimmels — das Erdenrund wandelt durch EinenLichtstrahl (herrliches Bild des Morgenlandes!*) „wieThon vom Gepräge", plötzlich alle Gestalt
*) Hiob ZL, r», »3,