des Menschengeschlechts. >, 3i
— Sey Licht
und 's war Licht!
ein aufbrechender Lichtstrahl! als unmittelbar imAnschaun und' Gefühl desselben gebildet! — nurgleichsam Zuckung eines sanften Wortes, wie Bil-des Endlich, welche schöne, holde Offenbarungder Gottheit — Vorher cwiae Nacht, Abgrundund Schauer: ein webender Sturm! aber der Herrwar noch nicht im Sturme — jetzt:
Sey Licht!
und 's ward Licht!
Glorie! sanfte, holde, herrliche Erscheinung Gottesin der Natur! Lasset uns bei dem lieblichen Bildeetwas weilen, .und uns in jenen Aufgang setzen, derganz mit Gefühl der Gottesklarheit umhüllt scheint!
Unserm Philosophen ist Gott ein metaphysischesEtwas, ein hoher Wer, von dem ers erhaben fühlt,'nichts sagen und denken zu können: die Dcisten-Re-ligion*) schmähet auf die Einfältigen, die sich denGott, zu dem sie beten — dem sie sich anvertrauen,der sie hervorgebracht und jeden Augenblick mächtigerhält, wenn sic den sich als Etwas, wohl garim Bilde, im Gleichniß gedenken müssen — aberwenn Bild Gleichniß seyn soll, wenns die sinnliche,andächtioe. oder wie jene Herren es nennen, aber-gläubische Menschheit so nöthig hat, in der ganzenNatur der Wesen, welch schöneres, herrlicheres, all-crfceuendercs Bild der Offenbarung Gottes, als —
*) S. Humes naturl. Gesch. der Religion: Oe laNature 1. II. u. s. w.