Sicherheit mit dem Flaggcnschiffe verkehren. Ich würde es mir nie-mals verzeihen, wenn sich wirklich irgend ein Unglück ereignen sollte!"
„Wenn man Alles auf's Beste besorgt, Kapitän Cnffe, so darfman mit leichtem Herzen der Znknnft entgegensehen; Ihr konntetja unmöglich vorher wissen, was später kommen würde. Möchtevielleicht nicht — man würde freilich nngerne daran gehen —aber die Noth ist ein harter Lehrmeister — "
„Heraus damit, Grifft»; mir ist Alles lieber, als Ungewißheit."
„Nnn, Sir, ich dachte eben daran, ob diese jnnge Italienerinnicht vielleicht irgend Etwas von dem Lngger wissen könnte; dasie offenbar den Franzmann liebt, so könnten wir mittelst ihresHerzens ein freies Bekenntnis; ihrer Znngc erkaufen."
Cnffe schaute seinem Lieutenant eine halbe Minute lang auf-merksam in's Gesicht; dann schüttelte er mißbilligend mit dcmKopfe.
„Nein, Grifft», nein," sprach er, „dazu kann ich nimmermehrmeine Zustimmung geben. Bei diesem witzelnden, zweideutige»Jankee — wen» er überhaupt ein Jankee ist — fühlt man aller-dings wenige Skrupel, was Zartsinn betrifft: aber die Gefühle einesarmen, unschuldigen Mädchens ans diese Art ans die Probe znstellen — das hieße doch wahrlich zn weit gehen. Das Herz einesjungen Mädchens sollte uns unter allen Umständen heilig sein."
Grifft» erröthetc und biß sich in die Lippen. Niemand liebt es,sich im Punkte der Großmnth — und wäre es auch nur dem Scheinenach — übertroffen zn sehen, und er ärgerte sich, daß er einen Vorschlaggemacht hatte, welchen sein Vorgesetzter als ungeziemend behandelte.
„Nichtsdestoweniger würde sie den Lugger als einen wohlfeilenPreis betrachten, Sir," erwiederte er mit Pathos, „wenn sie dasLebe» ihres Geliebten dadurch erkaufen könnte. Es wäre freilichetwas ganz Anderes, wenn wir von ihr verlangten, daß sie statteines bloßen Kapers — ihren Anbeter selbst verkaufen sollte."
„Thnt nichts, Grifsin; wir wollen uns nicht in die Herzens-angelegenheiten eines jungen Wesens mischen, welches uns der