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14 (1853) Der Irrwisch oder der Kaper : ein See-Roman
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worden sein. Aber Lyon war ein Skeptiker im Punkt der Liebe,denn sie war ein Gefiihl, das ihm mir sehr wenig verständlichwar, und überdieß lebte in ihm ein Geist des Widerspruches, derihn gewöhnlich verleitete, von jeder ausgestellte» Behauptung dasGegentheil anzunchmen.

Der Gefangene wurde entlassen, und das Gericht ließ dieThüren Miessen, um in der hergebrachten Form zur endlichenEntscheidung zu gelangen.

Wir wurden Cuffc unrecht thun, wenn wir nicht geständen,daß auch er gegen den tapferen Feind, der seine Versuche so oftvereitelt hatte, einigermaßen günstig gestimmt war. Hätte er injenem Augenblicke seinen freien Willen gehabt er wurde Raoulseinem Lugger wieder gegeben, ihm einen gehörigen Vorsprungeingeränmt, und ihn dann mit Freude» im ganzen Mittelmeerehernmgejagt haben, um so alle Fragen zwischen ihnen Beiden zurEntscheidung zu bringen. So aber wäre es doch zu viel gewesen,den Lugger mitsammt dem Gefangenen anfzngeben. Dann bandihn auch sein richterlicher Eid, und er suhlte sich gezwungen, denBeweisgründen des Untersuchungsrichters nachzngeben, der, einreiner Mann vom Fach, fast eben so wenig ans das Gefühl hielt,wie der greise Lyon selber.

Das Resultat der Bcrathnng, die über eine Stunde dauerte,war ein Erkenntniß gegen den Gefangenen. Der Gerichtssaal wurdewieder geöffnet, das Protokoll anfgeschlagen und verlesen derGefangene ward vorgeführt und ihm das Urtheil bekannt gemacht.

Das Erkenntnis; lautete:Raoul Ivard, mitten unter denalliirten Flotten, und zwar verkleidet, gefangen genommen, sei deß-halb als der Spionerie schuldig erfunden worden." Das Urtheildes Gerichts verlangte, daß eram folgenden Tage den Tod er-leiden und an dem Raa-Arm desjenigen Schiffes, welches derkommandirende Admiral, wenn er das Urtheil genehmige, bestim-men würde aufgehängt werden sollte."