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hörte. „Wenn es die Zeugenschaft allein beträfe, so wäre die Ein-wendung ganz am Platze. — Ihr habt also zu antworten."
„Es ist unnöthig," fiel Raoul abermals ein. „Ich verließmein Schiff hier, wie ich Ench schon gesagt habe, und hätte ichvergangene Nacht von den Höhen von St. Agata ein gewissesZeichen gegeben, so wurde der Irrwisch in der Nähe der Sirenen-felsen erschienen sein und mich eingenommen haben. Da dieStunde vorüber und das Signal wohl schwerlich gegeben wordenist, so hat mein Lieutenant wahrscheinlich einen andern Ort desRendezvous ausgesucht, von dem der Zeuge nichts weiß, und denich ganz gewiß nicht verrathen werde."
Es lag so viel Männlichkeit und ruhige Würde in Raonlsganzem Auftreten, daß jede seiner Reden Eindruck machen mußte.
Seine Antwort entschied die Sache wenigstens für den Augen-blick. Der Untersuchungsrichter wandte sich demgemäß zu andernFragen. Doch blieb jetzt nur noch wenig zu thnn übrig. . DieIdentität hatte der Gefangene zugegeben; seine Gefangennehmnngwar mit allen begleitenden Umständen erwiesen: so konnte alsonichts mehr folgen, als seine Vertheidigung.
Als Raoul sich zum Sprechen erhob, fühlte er eine plötzlicheBewegung, die aber schnell wieder vorüberging, und er begann infestem, ruhigem Tone und mit einem Accent, der manchem seiner Aus-drücke noch ein besonderes Interesse und erhöhten Nachdruck verlieh.
„Messieurs," sprach er, „ich will weder meinen Namen, nochmeinen Stand oder meine Lebensweise in Abrede ziehen. Ich binFranzose und ein Feind eures Landes. Ich bin auch ein Feind desKönigs von Neapel, auf dessen Gebiete ihr mich betroffen habt.Ich habe seine und eure Schiffe zerstört. Setzt mich auf meinenLugger zurück, und ich werde Beides wieder thnn. Wer immer einFeind von Frankreich ist, ist auch der Feind von Raoul Avard.Brave Seemänner, wie ihr, können das begreifen. — Ich bin jung.Mein Herz ist nicht von Stein, und, so schlimm es auch sein mag —