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„Das habe ich mir gedacht. Und als ihr zu der Tante aufBesuch ginget, wo habt ihr denn da den Lugger gelassen?"^
„Wir haben ihn gar nicht verlassen, Sir: er hatte alle Segeleingesetzt, und kaum waren wir in's Boot gestiegen, als er unsverließ, wie wenn wir gleich einem Baume in trockenen Grundeingepflanzt worden wären."
„Und wo geschah dieß?"
„Natürlich auf der See, Kapitän Cnffe; so Etwas könnteschwerlich am Lande passiren."
„Das Alles begreife ich wohl. Ihr sagt aber, der Gefangenehabe sein Schiff verlassen, um eine Tante des jungen Frauenzim-mers zu besuchen; von dort kam er in den Golf, in der einzigenAbsicht, das Mädchen selbst anfzufinden. Nun ist dieß aber einewichtige Thatsache, da sie die Beweggründe des Gefangenen betrifftund leicht über sein Leben entscheiden kann. Wenn das Kriegs-gericht ein Urtheil fällen soll, muß es alle Thatsachen vor Augenhaben: darum sagt uns als Einleitung hiezu, wo Raoul Zjvardden Lugger ließ, als er sich nach jener Landspitze begab?"
„Ich glaube, Ihr habt die Geschichte nicht ganz richtig ver-standen, Kapitän Cnffe. Kapitän Rule ging eigentlich nicht aufden Berg, um die Tante, sondern vielmehr um die Nichte aufihrer Tante Schwelle zu sehen. Wenn man eine Geschichte rich-tig endigen will, muß man sie zuvor auch richtig anfangen."
„älonsieur le 6apitu>ne," bemerkte Raoul ruhig, „ich verließden Irrwisch keine zwei Kabellängen von dem Punkte entfernt, woEuer Schiff gegenwärtig liegt; es geschah aber zur Nachtzeit, wodie Leute von Capri in Schlaf begraben waren, so daß sie nichts vonmeinem Besuche erfuhren. Ihr seht, der Lugger ist nicht mehr hier."
„Und könnt Ihr diese Geschichte mit einem feierlichen Eidebekräftigen," fragte Cnffe, an Jthuel sich wendend, ohne zu be-denken, wie leicht es für den Zeugen war, Alles zu bekräftigen,was er in dem erwähnten Sinne für paffend hielt.