347
und Weise, wie dieser berühmte Kapersmann in ihre Hände ge-fallen war. Er bat sodann nm Verhaltungsmaßregeln darüber,was er mit seinem Gefangenen anfangen solle. Nach Mittheilungdieser wichtigen Thatsache wagte er, einige Vermuthungen überdie wahrscheinliche Nähe des Luggers, so wie seine Hoffnung ans-zudrücken, daß er mit Hilfe Volts, dessen Lage er ebenfalls er-klärte, im Stande sein würde, die wirkliche Stellung des feind-lichen Schiffes ausfindig zu machen, wobei er zu gleicher Zeitauf die alsbaldige Vernehmung der beiden Gefangenen als aufdas sicherste Mittel hindeutete, wie man sie zur Habhaftwerdnngdes Jrrwisches am Nützlichsten verwenden könnte. Das Schreibenschloß mit dem dringenden Gesuche, daß eine weitere Fregatte (dieer namentlich bezeichnete, und deren Kapitän jünger als er selbstwar), nebst einer schnellfegclndenSchaluppe, welche vor Neapel vorAnker lag, zu seinem Beistände herbeigesendet werden möchte, nmdem Irrwische ,den Rang abznlanfeiss, da er fürchtete, daß derLugger, besonders bei dem vorherrschenden schwachen Winde, fürdie Proserpina allein zu schnell segeln dürfte.
Nachdem dieser Brief geschrieben, adressirt und gesiegelt war,begab sich. Cuffe abermals auf das Verdeck.
Es war neun Uhr Abends und Winchester hatte das Quarter-deck fast ganz allein inne. Auf dem Verdecke der schönen Fregatteherrschte eine Ruhe, eine Stille, wie man sic sich in einer Mond-scheinnacht, bei schläfrigem Wachen, leichtem Wind, glattem Was-serspiegel und in einem Golfe wie der von Neapel - nur immerdenken kann. Ueber dem Vefnve sah man von Zeit zu Zeit Feuer-fnnken anfsprühen, doch war in jener Richtung Alles in einengeheimnißvvllen Dunst gehüllt; mir Capri stieg, dunkel und groß,wenige Meilen leewärts aus der See empor, und Jschia war alseine ferne, wirre Masse am Leebng sichtbar.
Ein Wort von Cuffe aber setzte plötzlich Alles in Bewegung.Raa- und Stagtakeln wurden überhalt und eingehakt, der Hoch-