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14 (1853) Der Irrwisch oder der Kaper : ein See-Roman
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Sparanara's oder unbedeckten Felucken, welche zu dieser Jahres-zeit jeden Morgen von der Seekiiste nach der Hauptstadt fahrenund um diese Stunde zurückkehren, segelte am Fuße des Vesuvshin; die einen steuerten bis gegen Massa hinauf, andere zogennach Sorrento, nach Vico oder Persano; wieder andere hieltensich mehr beim Wind und waren gegen Castellamare oder die be-nachbarten Landungspunkte gerichtet.

Die Brise wurde allmählig so frisch, daß die Fischer, die laugeLinie von Booten durchbrechend, welche sich, blos ans Sprechweitevon einander entfernt, an manchen Stellen eine ganze Meile weiterstreckt hatte nach dem Lande zurückzuruderu begannen.

Das Innere des Golfes wimmelte in der That von Fahrzeu-gen jeder Große, die in verschiedenen Richtungen hin und herfuhren, während eine große Masse englischer, russischer, neapoli-tanischer und türkischer Zweidecker, Fregatten und Schaluppen derStadt gegenüber vor Anker lag.

Am Bord eines der größten Zweidecker der englischen Flottewehte die Cvntreadmiralsflagge vom Besanmast und bezeichnete da-durch den Rang des darauf Kommandirenden. Eine Corvette alleinwar unterwegs. Sie hatte eine Stunde früher den Ankerplatz ver-lassen und zog, mit Leesegel» auf ihrer Steuerbordseitc, quer überden herrlichen Golf, allem Anschein nach ihren Kurs gegen diezwischen der Insel Capri und der Landspitze von Campanella ge-legene Meerenge nehmend, um nach Sicilieu zu segeln. Leicht hättedieses Schiff um erstgenannte Insel herumsegeln können; aber seinKommandant ein höchst gemächlicher Mann wollte erst, wennder Wind recht begänne, mit vollen Segeln davoneilen, und glaubte,wenn er sich recht nahe an der Küste hielte, könne er vielleichtwährend der Nacht die Landbrise benützen. So hoffte er, daß ber-eden wehende Zephyr ihn durch den Golf von Salerno führen sollte.

Auch eine Fregatte, unter ihren Stagsegeln stehend, schoß, so-bald der Westwind sich anfmachte, unter der Flotte hervor; doch