tnngsvolle Geberden: dann übernahm Andrea abermals das Amtdes Sprechers.
„Darin waltet irgend ein sonderbares Mißverständnis;, SignorTenente^)," äußerte er endlich; „denn Raonl Ivard ist noch amLeben. Er fnhr erst heute Morgen mit Tagesanbruch in seinemLugger an unserem Vorgebirge vorüber!"
„Aha — das glaubt er wohl deßhalb, weil er den Burschengesehen, ans welchen mir draußen vor dem Hafen gestoßen," crwie-derte Cuffe, nachdem er sich die Antwort hatte übersehen lassen;„ich wundere mich nicht darüber, denn die beiden Schiffe saheneinander überraschend ähnlich. Der Barone aber, den wir mitunseren eigenen Augen abbrennen sahen, kann nimmermehr aufder See hernmschwimmen, Griffin. Ich sage Barone, denn mei-ner Meinung nach hatte der k'evv-ieoil^ eben so viel von einemSchurken an sich, wie sein Kommandant und Alle, die darauf waren."
Griffin erläuterte dieses den beiden Italienern, ohne jedoch fürdieses Mal Glauben bei ihnen zu finden.
„Nicht so, Signor Tenente — nicht so," versetzte der Vice-statthaltcr. „Daß der Lugger, der heute Morgen hier vorbeipasstrte,der l'eu-t'ollet war, wissen wir ganz gewiß, denn er kaperteim Laufe der Nacht eine unserer Felncken, die von Livorno kam,und Raonl Ivard ließ dieselbe wieder los, aus Dankbarkeit, wieer gegen den Schiffsherrn bemerkte, für die höfliche Behandlung,die er in unserem Hafen erfahren hatte. Ja er trieb seine An-maßung sogar so weit, daß er demselben Manne austrng, mirGrüße von ,Sir Smees' auszurichten, und seine Hoffnung anszu-drücken, daß er noch eines Tags im Stande sein würde, mir sei-nen Dank persönlich zu bezeigen."
Der englische Kapitän nahm diese Nachricht auf eine Weiseauf, die sich von ihm erwarten ließ; so unfreundlich sie auch war,so sah er sich doch genöthigt, nachdem er noch allerhand Fragen
') Herr Lieutenant.
D. N.