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14 (1853) Der Irrwisch oder der Kaper : ein See-Roman
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so nahe beim Wind erhalten, daß die Segel manchmal gekillt") zuwerden anfingen. Dieß war für sie der sicherste Weg, insofern dieSee ruhig war und das Schiff auch nicht leewärts abfiel. Dochschaute die Fregatte, wie man zu sagen pflegt, noch immer kaumnach dem Punkte, an dem man nothwendig vorüber mußte, undda die Schiffe fast niemals bessersegeln" als sieschauen" soherrschte am Bord der Proserpina, je mehr dieselbe mit dem Vor-gebirge in gleiche Höhe gelangte, noch immer der höchst bedenk-liche Zweifel, ob man auch um dasselbe würde Herumsteuern können.

Ich fürchte/ Kapitän Cuffe, wir werden nicht genug Fahr-wasser haben, um gut vorbei zu kommen, Sir," bemerkte derrastlose Griffin;mir scheint, das Schiff fällt heute auf eineunerklärliche Weise leewärts ab!"

Es hat sich noch niemals besser gehalten, Griffin. Ich hoffeim Gegentheil, daß hier herum eine leichte Strömung von derKüste abführt, denn dieses Vorgebirge steht mit den Hochlandenvon Corsika in gleicher Höhe. Ihr seht, wie das Wrack der Di-vina Providenza um die Bai herumschwimmt und abermals wind-wärts in die See getrieben wird."

Das könnte uns in der That von Ruhen sein! Auf denPuttingen ist Alles in Bereitschaft, Sir! sollen wir einmaldas Loth auswersen?"

Cnffe gab seine Zustimmung, und das Loth fing an zn arbei-ten. In diesem Augenblicke segelte das Scluff mit acht KnotenGeschwindigkeit, und der Mann ans den Rüsten berichtete, daß ermit fünfzehn Faden noch keinen Grund finde. Dieß war gut,und noch zwei- oder dreimal folgte dieselbe Meldung.

Nun wurde Befehl gegeben, alle Leinen anzuziehen, die Brassen

') Die Segel killen heißt sie mit dem Winde parallel stellen, so daß ersie von keiner Seite saßen kann.

") Unter diesem Schauen eines Schiffes versteht man dessen Fähigkeit, einegegebene Richtung unverändert beizubehaiten. D. U.