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14 (1853) Der Irrwisch oder der Kaper : ein See-Roman
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der Bai selbst lagen, betraf, so war es physisch unmöglich, daßsie einen Gegenstand ans der See draußen nördlich vom Vorge-birge erblicken konnten.

So verstrich eine Stunde nach der andern: vom Lande wehteeine leichte Brise da sie jedoch in gerader Richtung nach derBai hereinkam, so ließ sich Raonl dadurch verleiten, den Ankernoch nickt zu lichten. Ghita und ihr Oheim, Carlo Ginntotardi,hatten sich gegen zehn Uhr bei ihm eingefnnde»: doch waren ans demLugger noch immer keine Zeichen einer Bewegung zu bemerken.

Die Wahrheit zu gestehen, Naoul hatte gar keine Eile, sorasch abzusegeln, denn um so länger durfte er sich das Gluck ver-sprechen, jenes liebliche Wesen bei sich an Bord zu sehen, und derWestwind, den er mit dem kommenden Tage erwartete, mußteden Irrwisch um so gewisser nach dem inselähnlichen Vorgebirge,dem Monte Argentaro, hinführen, wo die Wartthürme sich befan-den, die unter Carlo's Aufsicht standen, und in deren einem erseine Wohnung anfgeschlagen hatte.

Unter diesen Umständen ist es also kein Wunder, daß das Ein-treten des Landwindes übersehen oder wenigstens nicht beachtetwurde. Raonl saß bis lange nach Mitternacht neben Ghita aufdem Verdeck, in eifriges Gespräch vertieft; dann erst erlaubte erihr, die kleine Kajüte anfznsnchen, wo Alles auf's Beste zu ihrerAufnahme bereitet worden war.

Er verließ sich in der That so fest darauf, daß er Alle amLand vollständig mystificirt habe, daß er von dieser Seite nicht diemindesten Besorgnisse hegte, und so hatte er, in dem sehnsüchtigenVerlangen, sein gegenwärtiges Glück so weit als möglich zu ver-längern, alles Ernstes beschlossen, nicht eher abznsegeln, als bismit dem kommenden Morgen auch der Südwind sich anfmachenwürde; mit seiner Hilfe hoffte er wohlbehalten in den Kanal zugelangen, wo dann der wechselnde Zephyr das klebrige thnn sollte.Der kühne Abenteurer hatte von all' Dem, was unterdessen am Ufer