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uns zu verstehen, wie er vermuthe, daß der Engländer, der in derBai vor Anker liegt, gar kein Engländer, sondern entweder einSeeräuber oder ein Franzose sei. Die gebenedeite Maria mögeuns behüten; aber in diesen unruhigen Zeiten wäre es so ziem-lich einerlei, welches von beiden er auch sein möchte."
„Nun, das will ich gerade nicht behaupten, mein Freund: dennals der Eine wäre er ein Answnrf der menschlichen Gesellschaft,während er in der zweiten Eigenschaft wenigstens noch die Schuh-rechte der Diener civilisirtcr Nationen gcnöße," erwiederte der ge-wissenhafte und streng rechtliche Beamte. „Es gab allerdings eineZeit, wo seine kaiserliche Majestät, der Kaiser und Höchstdessenglorreicher Bruder, unser Souverain, der Großherzog — die repu-blikanische Regierung in Frankreich nicht als gesetzmäßiges Regi-ment anerkannten: das Kriegsglück hat aber diese Zweifel gehobenund ein Fricdensschlnß das Gegentheil bestätigt. Seit der letztenAllianz ist es unsere Schuldigkeit, alle Franzosen als unsere Feindezn betrachten; doch folgt daraus noch keineswegs, daß wir sic darumfür Seeräuber ansehcn sollen."
„Aber ihre Kaper nehmen alle unsere Fahrzeuge weg, Signore,und behandeln deren Bemannung nicht anders, als ob sie Hundewären; dann, sagt man mir, solle» sie auch keine Christen — janicht einmal Lutheraner oder Ketzer sein!"
„Daß die Religion jetzt eben nicht in Blüthe bei ihnen steht,ist wahr," versetzte Andrea, der sich über solche Gegenstände sogerne besprach, daß er selbst zn dem Bettler, dem er ein Almo-sen reichte, hingestanden wäre, um mit ihm über Religion oderderen Gebräuche zu dispntiren, wenn er anders von Letzteremdazu aufgemnntert worden wäre — „doch steht es in Frankreichin diesem wichtigen Punkte jetzt nicht mehr so schlimm als frü-her, und wir dürfen hoffen, daß es mit der Zeit noch besser kom-men wird."
„Aber, Signor Viccstatthalter," warf 'Maso ein, „das Volk