3
Küsten, und die Uebermacht dieser Barbaren schien endlich mirdeßhalb ihr Ziel erreicht zn haben, um den blntigen Kämpfen derEuropäer Play zn machen, welche durch ihre gewaltigeren Streit-kräfte die Ungläubigen vom Kampfplätze vertrieben hatten.
Die Umstände, welche die zwischen den Jahren 1790 und 1818liegende Epoche zu dem ereignißreichsten Zeiträume der neuere»Geschichte machten, sind Allen wohlbekannt, obgleich die einzelnenVorfälle, durch welche diese denkwürdigen fünfniidzwanzig Jahreso vielfach bewegt wurden, bereits in die Geschichte übergcgangensind. Alle Elemente jenes Kampfes, der dazumal die Welt er-schütterte, scheinen jetzt so vollständig beseitigt zn sein, als ob sieihr Dasein einem längst entschwundenen Zeitalter verdankten, unddie noch Lebenden erinnern sich der Ereignisse ihrer Jugend, wieman etwa der Begebenheiten verflossener Jahrhunderte zu geden-ken pflegt. Damals brachte jeder Monat einen neuen Sieg, eineneue Niederlage, und die Berichte von dem Umstürze bestehenderRegierungen und der Eroberung weiterer Provinzen erneuertensich unaufhörlich. Die Welt war in Bewegung und glich einemin Aufruhr begriffenen Volkshaufen. Es war eine Periode, aufwelche furchtsame Seelen mit Verwunderung, jugendliche Gemüthermit Zweifeln, und unruhige Kopfe mit Neid zurückschauen.
Die Jahre 1798 und 1799 waren zwei der wichtigsten dieserewig denkwürdigen Zeit; sie eben sind es in ihrem vollen Charakterder Aufregung und Thatkraft, in welche wir nunmehr den Leserim Geiste versehen müssen, um ihn mitten in die Scenen einzu-führeu, deren Schilderung wir uns zur Aufgabe gemacht haben.
Ein schöner Angustabend neigte sich eben seinem Ende ent-gegen, als ein kleines Fahrzeug, von einem leisen Westwinde ge-tragen, mit zauberhafter Leichtigkeit in den sogenannten Kanalvon Piombiuo") einlief. Die auf dem mittelländischen Meere
') Der Vers, meint die kleine Meerenge zwischen dem Vorgebirge Piombino undder Insel Elba. ° , D. U.
1 »