III. Pcrsepolitanische Briefe. 25 r
endlich in barbarischen Zeiten ein Gorganisch erJkonismus. Wir wenden das Auge von ihm, umbcy einer Borstellung zu verweilen, die den Römerndie Geheimnisse des Perser-Dienstes, das Mithra-Fest, gegenwärtig machen sollte, Vielleicht erin-nern Sie sich noch, l.,,.., aus der Villa Borg-hese, Mattei und andern .Orten her des oftvorkommenden Denkmahls, dessen Abbildung auchin Kupferstichen häufig wiederholt, sehr gelehrt er-klärt , und, wiewohl man den Hauptsinn der Vor-stellung nie ganz verfehlen konnte, mitunter auch sehrgelehrt mißdeutet worden ist,
Vorstellung.
Ein Jüngling oder junger Held mit einer Per-sischen Tiare, in leicht nachschwebcndem kurzen Ge-wände kniet mit dem linken Knie auf einem zurErde gestürzten Stier, mit dem rechten Fuß dengestreckten Fuß des Stiers nixdertretend, Gewal-tig beugt er dem Gestürzten das Haupt zurück, undsticht ihm am Halse den Dolch oder das kurzeSchwert ein, Blut entströmt der Wunde, nach wel-chem ein Hund, eine Schlange aufspringend begie-rig sind; ein Scorpion umklammert seine Geschlcchts-theile; der Stier ächzet. Zu beydcn Seiten stehenJünglinge in gleicher Persischer Tracht; jeder halteine Fackel in der Hand, die in einigen Abbildun-gen der Eine senket, Der Ort ist ein aufgerissenerFels, eine Höhle, in der rechtsher ein Vogel demTödtenden zuspricht, der das Haupt vom ächzendenStier hinweg zum weissagenden Vogel wendet; inandern Abbildungen fliegen zwey schrepende.Vögel